Große Sehnsucht, kleine Schritte

Unser inneres Sehnen, unsere Sehnsüchte sind meist mit großen Worten verbunden.              

 

Klarheit, Freiheit, Liebe – das sind so umfassende Worte, dass sie uns manchmal schwer erreichbar erscheinen. Doch was ich in diesen Worten auch spüre, ist, dass sie für jede*n von uns etwas Anderes bedeuten können und uns doch gleichermaßen tief im Inneren berühren. Jede*r von uns hat ein Gefühl davon, was solche Worte bedeuten, weil sie mit unserer Seele in Resonanz gehen.

 

Wenn wir etwas verändern wollen, dann sehen wir uns meist nur dort, wo wir stehen – und das Ziel scheint in weiter Entfernung zu liegen. Wenn es dann ein solch „großes Wort“ ist, das uns beschäftigt, ist es hilfreich, uns bewusst zu machen, was wir ganz persönlich damit verbinden.

 

Um beim Beispiel der Freiheit zu bleiben: Was bedeutet Freiheit für dich persönlich? Wohl kaum, alle Zelte abzubrechen und sich einfach so auf den Weg zu neuen Horizonten zu machen, um dann mit dem geschnürten Rucksack vor einer Vielzahl von Wegen zu stehen, und sich zu fragen: Wohin will ich eigentlich wirklich?

 

Es ist hilfreich, dem Sehnen nachspüren, und zu fragen: Was bedeutet Freiheit für mich, was verbinde ich damit? Was brauche ich, um mich frei zu fühlen? Um dann zu überlegen: Welche Schritte kommen mir in den Sinn, auf dem Weg dorthin. Mit was kann ich heute beginnen?

 

Zugleich unterstützt es uns, dankbar zu sein, für das, was wir bislang auf unserem Lebensweg erreicht haben – auch wenn manche Umstände herausfordernd waren oder sind. Denn Dankbarkeit und Mitgefühl stärken uns von innen. Und dann können wir unser Sehnen vor allem als Ruf nach Weiterentwicklung sehen, als unseren ganz natürlich Wunsch, weiter zu wachsen.

 

 Für solche Fragen und vor allem, um unsere ganz eigenen Antworten zu finden, brauchen wir immer wieder den Raum, in dem wir uns zu uns kommen können. Einen Raum, in dem wir unsere Selbstkenntnis vertiefen, neue Wege erkennen und sie als gangbar entdecken. Schritt für Schritt.