Klar im Denken, stark im Fühlen: Was jetzt wichtig ist

Was für ein Umbruch! Wir befinden uns in einer Situation, auf die wir uns nicht wirklich vorbereiten konnten, die sich dynamisch verändert und die uns in vielen Bereichen herausfordert.

 

Ich bin gerade dankbar dafür, dass ich durch meine Meditationspraxis einen gewissen Abstand zu meinen Gedanken wahren kann, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem befassen, was gerade passiert - und auch einen Abstand zur Informationsflut. Ich bin, wie viele andere, davon überzeugt, dass diese Krise jene eine Vollbremsung ist, die uns vor dem kollektiven Burn-out bewahrt.

 

Eine Situation, die unsere Welt verändern wird, es schon jetzt tut und in der wir - bei allem Tribut, der gefordert wird - auch die Chance haben, Dinge neu zu gestalten. Anders zu machen. Den nächsten Schritt bewusster zu gehen, etwas , das uns vor lauter "höher, schneller, weiter" vorher nicht gelang. Nichtsdestotrotz fordert auch mich diese Situation heraus.

 

Denn: Selbst wenn ich diesen "großen Zusammenhang" sehen kann und spüre, dass wir jetzt mehr denn je dazu aufgefordert sind, uns mit dem Wesentlichen - für uns selbst, die Menschen, die uns am Herzen liegen und natürlich auch die Gesellschaft - zu befassen, ist das auch eine Zeit, in der wir besonders auf uns selbst zurückgeworfen sind, in denen wir uns fundamentale und auch existenzielle Fragen stellen. Unsere Gewohnheiten werden zumindest zum Teil außer Kraft gesetzt und stärker als sonst, werden wir uns selbst und damit auch dem Ungelösten in uns begegnen. Vielleicht wird sich auch das ein oder andere als bisher "sicher" Geglaubte noch auflösen, verändern. Es ist leicht, zu sagen, dass Leben eben Veränderung ist. Dass wir nichts nichts  festhalten können, und uns vielleicht sogar begrenzen, wenn wir genau das versuchen. Doch ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich etwas Neues zeigt, etwas, das vielleicht erst, nur in genau diesem "leeren Raum" entstehen konnte. Das klingt einfach, und das ist es auch. Doch es ist nicht immer leicht. 

 

Es ist eine Zeit, in der Unsicherheit dazu gehört. In der wenig planbar ist. In der wir vor allem Vertrauen brauchen und unserer inneren Führung vertrauen sollten. Umso wichtiger ist es, nicht nur einen klaren Kopf, sondern vor allem auch innere Ruhe zu im besten Sinne zu kultivieren. Für mich ist Meditation der Raum, in dem genau das geht. In dem wir zur Ruhe, zu uns kommen können. Anwesend werden im gegenwärtigen Augenblick sind, nicht im Gestern und auch nicht im Übermorgen... In dem wir wieder zu uns selbst in Beziehung kommen.

 

Der Raum, in dem wir uns erden und erleben können, dass wir nicht die Unruhe, der Trubel und auch nicht die Angst sind, die uns umgibt... und in dem aus dieser Stille, aus der Selbst-Wahrnehmung heraus neue Kraft und auch Gelassenheit entstehen können. Stille, in der wir, mit etwas Übung oder vielleicht auch ganz unmittelbar, elementare Fähigkeiten und unsere Intuition neu erleben.

 

Gerade jetzt ist eine gute Verbindung zu uns selbst immens wichtig.  Aus ihr heraus können wir auch die Verbundenheit zu anderen beleben und vertiefen, uns selbst etwas Gutes tun und dabei weit über uns hinaus wirken. 

 

 

Mehr noch als in den vergangenen Monaten (und denn je) sind wir "ganz einfach" dazu aufgefordert, für uns selbst zu stehen, einzustehen, uns mit unseren Wurzeln und dem Höchsten in uns zu verbinden, unser Potenzial zum Ausdruck zu bringen, dabei klar im Geist und mit beiden Beinen fest auf der Erde verankert zu sein. Turbulenzen, Herausforderungen weisen uns auch darauf  hin, dass es  an der Zeit ist, zu wachsen. Über uns selbst hinaus. 

 

Und ja, Ängste dürfen sein. Und ja, auch das Gefühl der Orientierungslosigkeit darf sein. Einfach auch mal nicht gut drauf sein... alles darf sein. Auch diese Aspekte anzunehmen, gehört einfach dazu. Sie sollten bloß nicht zu mächtig werden und uns ablenken, von dem, was nun wachsen kann, viel schneller sogar, weil wir gerade jetzt besonders heraus-gefordert werden. 

 

 

Bleib mit dir selbst und dem wirklich Wichtigen in Kontakt.

Klar zu sehen, was dir gerade jetzt gut tut, und auch die Fähigkeit, dich zu entspannen, trägt dich durch diese Zeit. Ein achtsamer Umgang mit dir selbst und deinen Bedürfnissen, der Kontakt zu deinem vielleicht bislang noch wenig geförderten, zum Ausdruck gebrachten Potenzial gehört zu den großen Chancen in dieser Zeit.

 

Ich bin überzeugt davon, dass wir viele neue Ideen, Formate und noch Größeres gemeinsam entwickeln werden, was noch vor Wochen undenkbar war, weil es schlicht keinen Raum und keine Zeit dafür gab. Wo kannst jeder einzelne von uns einen Beitrag leisten, ein Beitrag sein? 

 

Ich erlebe neuen, wieder erwachenden Gemeinschaftssinn und ein wachsendes Gefühl der Verbundenheit trotz physischer Distanz. Gerade jetzt wollen wir gesehen und gehört werden, wollen uns verbunden wissen und als Teil der großen Familie empfinden, die wir seit jeher sind. Wir sind alle verbunden.

 

 

In der kommenden Woche werde ich  am Mittwoch, 25. März, um 20 Uhr einen virtuellen Raum der Stille öffnen und eine Meditation via Zoom anleiten. Wenn du dabei sein möchtest, hinterlasse mir einfach eine Nachricht über das Kontaktformular oder schicke mir eine PN via FB-Messenger. Ich sende dir dann den Einladungslink. 

 

Was du benötigst? Eine klare Entscheidung und einen Raum, in dem du ungestört sein kannst... sowie maximal eine halbe Stunde Zeit. Warum klare Entscheidung? Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt und daher melde dich bitte nur an, wenn du wirklich dabei sein möchtest und kannst. Dieses Angebot ist kostenfrei!