Ach, lass mal... los! 5 Tipps für mehr Gelassenheit

Stress, Hektik und Zeitdruck bestimmen häufig unseren Alltag. Jammern hilft da nix - wie überall. Etwas tun hingegen schon!

 

Was also können wir machen, um mehr Gelassenheit zu entwickeln? Es ist leichter, als wir glauben - wenn wir bereit sind, einfach mal zu lassen... Etwas weglassen, das wir sowieso nicht mehr brauchen. Los... lassen, was uns offen gestanden schon länger nervt. Klingt einfach?

Ist es auch - besonders, wenn wir den Mut haben, uns einfach mal SEIN zu lassen.

 

Leichter gesagt als getan? Nein, denn auch das ist ein Satz, den wir vorschnell zur Hand haben, wenn wir das ungute Gefühl haben, es könnte jetzt vielleicht anstrengend werden (wird es nicht, versprochen), oder wenn wir uns selbst subtil davon abhalten wollen, genauer hinzusehen (tun wir oft genug, und manchmal sogar ganz bewusst). Es ist wirklich einfach.

 

Warum wir's uns schwer machen

Doch wie oft haften wir Situationen an, blicken auf das Tun und vor allem Sein anderer Menschen, sind in unseren Gedanken fest mit einer Sache verwoben, kreisen um sie und sind mit unseren Gedanken überall, aber bloß nicht gegenwärtig? Dabei verlieren wir den Blick und das Gefühl für uns selbst... Etwas soll genau so sein und nicht anders. Wir erwarten dieses oder jenes - und zudem noch sofort. Jemand soll bitte genau so sein (wie wir ihn haben wollen), dieses tun und jenes zudem lassen. 

 

Klingt das nicht unfassbar anstrengend? Ich meine ja!

 

Was also kannst du konkret tun, um mehr Gelassenheit zu entwickeln und dich besser gerüstet fühlen für das, was das Leben so mit dir vorhat?

 

5 Tipps für mehr Gelassenheit

die dein Leben echt leichter machen - wenn du einfach mal annimmst, wie viel Gestaltungsmacht du hast. Dazu gehört die Erkenntnis, dass wir Veränderungen am allerbesten (und naturgemäß) nur bei uns selbst beeinflussen können. Wenn wir dann noch auf andere wirken, ist das ein wunderbarer Nebeneffekt. Aber hier geht's erstmal um dich. 

  • Formuliere ganz klar deinen Wunsch nach mehr Gelassenheit und fang' bei dir selbst an. Allein das Wort Gelassenheit hat eine große Kraft, wenn man's mal sacken lässt und sich in das dazugehörende Gefühl begibt.
  • Das führt zum nächsten Schritt: Achte darauf und nimm stärker wahr, was du empfindest, wann du Stress erlebst (und warum) und wann du gelassen sein kann. Sieh genau hin: Wann und wo empfindest du diese Gelassenheit in dir - und wann nicht? Wann bist du in der Anspanung, verkrampft oder gar auf Abwehr gepolt? Und wann ist das dieses lässige Gefühl von Leichtigkeit, das Lächeln, das sich im Körper ausbreitet. Und wie bitte, kriegst du mehr davon?
  • Mach' dir deine Grenzen bewusst und kläre sie. Sagst du zu oft ja und zu selten nein? 
  • Nimm dir Zeit, um deine wirklichen Bedürfnisse zu erkennen; sorge für diese Bedürfnisse und damit besser für dich.
  • Schaffe dir ganz bewusst Orte und Zeiten, an denen du zur Ruhe kommen kann. Freiräume, die nur dir gehören und in denen du frei von Ablenkung bei dir bist. Das kann herausfordernd sein, aber darum geht's während dieser wunderbaren Zeit, die wir hier haben. Sei bei dir, sei du selbst - dann bist du das größte Geschenk für die Welt. Mal abgesehen davon, dass sich in dir wahre Freude ausbreitet, die durch nichts zu ersetzen ist!

 

Gelassenheit hat nichts mit absoluter Ruhe oder Desinteresse zu tun. Denn so lange wir leben, bleiben wir in Bewegung. Im besten Falle zumindest. Wir denken nach, experimentieren, spüren uns mehr und mehr, richten uns neu aus und entwickeln uns weiter. Wenn wir uns erlauben, immer wieder auch mal innezuhalten, dann gewinnen wir einen gesunden Abstand und einen neuen Blick auf uns, auf den Rhythmus und den Fluss des Lebens. Wir erleben uns in einem größeren Zusammenhang und können auch einfach mal was und vor allem uns "lassen". So wie wir gedacht sind.

 

Gelassenheit ist Freiheit - und absolut souverän.

Wir erkennen , dass wir immer wieder auch unseren Kurs verändern können. Und dass es selbst in stürmischen Zeiten Spaß machen kann, auf See zu sein - weil wir wissen, wer wir im tiefsten Inneren sind und dass uns nichts so leicht erschüttern kann.

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Wer steht mir denn da im Weg... Etwa ich?

 

Veränderungen, die in uns passieren, spüren wir oft erst einmal verschwommen. Wir können zunächst vielleicht gar nicht recht begreifen, was da in Bewegung gekommen ist. In unserem Umfeld wird es hingegen schon wahrgenommen und die Frage: "Was ist eigentlich los mit dir?" kommt nicht von ungefähr. Doch so lange wir selbst noch nicht benennen können, was da in uns am Werden ist, so lange fällt uns die Antwort schwer. 

 

 

Wenn das "alte" Leben eng wird

Irgendwann setzt eine tiefere Ahnung ein, wir werden aufmerksam. Weil wir in bestimmten Situationen das Gefühl haben, dass etwas zwickt, kneift oder drückt. Der bislang gern getragene „Anzug“, er sitzt nicht mehr. Und nach einer Weile hilft auch das Wegschauen nicht mehr - es wird offensichtlich, dass wir ihn wohl bloß aus Gewohnheit tragen. Ganz einfach, weil wir schon eine Weile vor lauter Alltagstrubel, Eingebundensein und diverser Verpflichtungen nicht mehr in den Spiegel geschaut haben und gar nicht wissen, was uns besser passen könnte. Und einfach nicht die Frage stellen, was stattdessen noch möglich, und ja – tragbar – sein könnte.

 

Wenn wir merken, dass wir uns verändern, neigen wir interessanterweise häufig erst einmal dazu, den Fehler (!) bei uns zu suchen. Wir halten die Luft an, damit die Hose wieder passt, wir ziehen den Bauch ein oder die Schultern und machen uns klein, damit bloß niemand bemerkt, dass wir „plötzlich“ gewachsen sind. Wir ringen mit uns selbst. Doch warum?

 

 

Erfolg durch Anpassung ist eine kollektive Illusion

– denn wem bitte ist damit geholfen? Welche zwei (oder mehr) Seiten auch immer davon betroffen sind, wenn wir uns so verhalten… um niemandem auf die Füße zu treten, bloß keinen vor den Kopf zu stoßen oder gar in „ewiger“ Harmonie vereint zu bleiben. Sorry, das ist weder ehrlich, noch funktioniert es. Und vor allem tun wir damit eins: Wir stehen uns selbst im Weg. Und halten uns - zunächst unbewusst, leider aber auch oft genug bewusst - davon ab, zu wachsen. 

 

Leben ist Wachstum

Und das bedeutet nun mal Veränderung. Es liegt in unserer Verantwortung, unser Leben so zu gestalten, dass es uns entspricht. So, dass wir uns darin wahrhaftig zuhause fühlen und vor allem selbstbestimmt. Das bedeutet auch, dass wir lernen, uns SEIN zu lassen. So wie wir sind, und so, wie wir werden. Immer wieder aufs Neue. Es  ist hilfreich, sich immer wieder auch zentralen Fragen des eigenen Lebens zuzuwenden.

Diese können sein: 

 

Wer bin ich wirklich

Welche Werte sind mir besonders wichtig und was treibt mich an?

Was ist meine Berufung?

Was kann und möchte ich noch alles in meinem Leben erreichen - und was wartet noch auf mich? 

Wer will ich sein?

 

 

Raum für das So-Sein

Solche Fragen brauchen Reflexion, Inspiration und hin und wieder auch die Erfahrung eines Menschen, dem diese Fragen nicht nur vertraut sind, sondern der auch schon Antworten darauf gefunden hat.  Und es braucht den Raum, in dem diese Fragen ihre Antworten ganz bewertungsfrei finden - weil auch sie schon längst in uns angelegt sind.

 

Wenn wir also unsere ganz individuellen Antworten finden, wenn wir erkennen und annehmen können, welche Gestaltungsmacht wir tatsächlich haben, dann gewinnen wir eine neue Leichtigkeit. Und dann gehen Entscheidungen, die wir treffen, mit dem guten Gefühl einher, dem eigenen Lebenspfad zu folgen. Wenn wir das tun, dann wachsen in uns große Kraft, Zuversicht und ein Vertrauen, die uns Schritt für Schritt unaufhaltsam werden lassen. Denn wenn wir uns selbst nicht mehr im Weg stehen... ist der Weg plötzlich frei. 

 

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Inspiration für die Seele: Unser Leben folgt seinem ganz eigenen Rhythmus

 

 

Es gibt vieles, über das zu schreiben schwer ist –

weil es nahezu unsichtbar ist.

 

Dieses Unsichtbare prägt unser Leben mehr, als wir wissen, als uns bewusst ist - als wir es wahr-nehmen.

Es sind Gesetzmäßigkeiten des Lebens, die seit Urzeiten wirken – die wir im 21. Jahrhundert jedoch immer seltener im Blick haben.  

In den kommenden Wochen möchte ich einige dieser "Prinzipien" beschreiben. Die Texte wollen inspirieren und ermutigen, das Leben vielschichtiger zu betrachten. Sie sind vor allem eine Einladung an die Seele, sie sich zu vergegenwärtigen - denn im tiefen Inneren wissen wir um sie. 

 

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Neues Lernen heißt, individuelle Kräfte gemeinsam zu entfalten

 

Freiheit ist eines meiner Lieblingsthemen, auch wenn dieses große Wort unterschiedliche Assoziationen wecken mag. Daher zunächst: Für mich bedeutet sie vor allem, ge-lassen zu sein, so wie ich bin, nicht in eine Form gepresst zu werden, sondern vielmehr der eigenen Individualität Ausdruck verleihen und Begabungen und Talente sinnvoll einsetzen zu können.

 

Gaben und Talente, davon bin ich überzeugt, lassen sich jedoch schlecht standardisieren, in Excel-Listen erfassen und ja, manchmal auch überhaupt nicht messen. Dennoch sind sie wahrnehmbar und vor allem aus gutem Grunde vorhanden. Sie wirken jedoch in jedem von uns auf einzigartige Weise zusammen, sind eng verbunden mit unserer Persönlichkeit und unserer Geschichte.

 

Bildung oder Bewusstsein? 

Warum jedoch basieren Bildungsprozesse noch viel zu oft nach Prinzip der Standardisierung? Vorgefertigte Regeln, systematisch aufbereitetes und auswendig zu lernendes "Wissen", das möglichst viele - Schüler und Studenten - möglichst perfekt auf den Arbeitsmarkt vorbereitet… Kreativität und ungewöhnliche Ideen haben hier wenig Platz. Was nebenbei den Effekt hat, dass diejenigen, die nicht "ins Bild" passen, eben passend gemacht werden. Für einen Arbeitsmarkt, der sich in den kommenden Jahren so rasch und multidimensional verändern wird, dass wir doch besser schon jetzt neue Wege beschreiten. 

 

Denn: Bereiten bisherige Konzepte, die noch unter ganz anderen Voraussetzungen gedacht und entwickelt wurden, überhaupt schon für das Leben im immer schnelleren Wandel vor? Auf dessen Unwägbarkeiten und auf die dabei so wichtige innere Stabilität, die flexibles Agieren und ein selbst-sicheres Leben überhaupt erst möglich macht?

 

Bislang ist es doch eher die Angst vor der Unsicherheit, vor dem Kontrollverlust, die immer mehr Überprüfbares fordert - in Schule, Studium und Arbeitswelt. Vermutlich beginnt es schon im Kindergarten... Hier zwei Häkchen, da ein Befund – schon ist das Gegenüber „greifbar“. Aber ist es wirklich möglich, ein Individuum auf diese Art auch nur ansatzweise zu erfassen? Und vor allem: Welche Potenziale werden erst einmal überhaupt nicht sichtbar, da sie sich in einer solchen  Systematik kaum entfalten, eher sogar zurückgedrängt werden. Das (vermeintlich) Un-Passende, der Widerstand, der sich in mancher Ausprägung zeigt, ist viel eher Ausdruck (und unbewusster Wunsch) eines Individuums, die für es selbst wirklich relevanten Themen und Aspekte aufzugreifen.

 

 

Neue Entwicklungsräume sind gefragt

Denn: Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern ein neues Bewusstsein und neue Kompetenzen - sowohl im privaten als auch im beruflichen Zusammenhang. Echte Denk- und Entwicklungsräume gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Räume, in denen es die Möglichkeit gibt, das Gewohnte beiseite zu lassen und „quer“ zu denken, sich bereits andeutenden Aspekten Raum zu geben – und zu erleben, was wirklich in jedem Einzelnen steckt. Und um neue Verbindungen zwischen den Beteiligten zu knüpfen und der uns innewohnenden Kreativität den Freiraum zu geben, die sie braucht. 

 

In solchen Räumen kann es gelingen, sich für mehr als einen Moment einem größeren Zusammenhang zu öffnen und die Dinge von einer höheren Warte aus zu betrachten, eine andere Perspektive einzunehmen und dann eben auch zu- und herauszulassen können, was zum Ausdruck gebracht werden will.

 

Wenn dazu noch Spielräume fürs Handeln geschaffen wird , in denen Selbstwirksamkeit erlebbar wird, geschieht Bedeutsames: Hier entstehen jene Momente, in denen wir Ungeahntes in uns entdecken, weil wir „plötzlich“ mit einer Herausforderung kreativ umgehen, wir uns selbst überraschen. Sie sind kostbar, weil wir eben spüren, dass noch viel mehr in uns steckt... Dass wir in der Lage sind, über uns hinaus zu wachsen. Und dass wir uns selbst vertrauen können. Aus diesem vertieften Bewusstsein heraus fühlt sich das, was wir tun, plötzlich auf eine neue Weise - oder vielleicht auch zum ersten Mal - sinnvoll an. 

 

Jeder kann Zukunft gestalten

Es ist dabei ganz gleich, wie alt wir sind: In uns ruht immer noch etwas, das wir bislang eben nicht entdeckt haben. Und in einer Zeit, in der geradlinige (Berufs-)Lebensläufe der Vergangenheit angehören, tun wir gut daran, schon Kinder und Jugendliche darin zu bestärken: Wir tragen einen inneren Kompass in uns, dem zu vertrauen sich lohnt.

 

Mehr und mehr wird es darum gehen, das individuelle schöpferische Potenzial zu verwirklichen und die eigenen Entfaltungsmöglichkeiten zu erkennen, um zu dem Menschen zu werden, als der man gedacht ist. Denn so können wir initiativ und engagiert wirken und sind in der Lage, gemeinsam Zukunft zu gestalten.