Auf dem Weg zur eigenen Stimme: Warum Worte auch einfach inspirieren dürfen

 

Wer sagt eigentlich, dass ein Blog-Beitrag immer nützlich sein muss, mit Tipps, Tricks und Life-hacks, die wahlweise das Leben erleichtern, ein ganz spezifisches Problem lösen, eine bestimmte Zeichenzahl haben und diverse Keywords enthalten. Sowie ganz nebenbei noch, ja... was eigentlich? Werbung in eigener Sache sind?

 

Offen gestanden, ich hab's versucht. Ich habe - um nur ein Beispiel zu nennen - Zahlen in die Überschrift gepackt (denn Suchmaschinen und Leser lieben nicht nur knackige Headlines, Zahlen sehen auch immer so seriös aus...) Ich sag's mal so: "Knackig" passt für mich immer noch besser zu Salat und Rohkost als zu einer Überschrift. Und ob ich 5, 17 oder 365 Tipps parat habe - was genau hat das mit meiner Vision zu tun?

 

 

You can go your own way

Im Laufe der vergangenen Monate habe ich den ein oder anderen Kniff ausprobiert - manches hat funktioniert, an anderes kann ich mich nicht mal erinnern. Ob es wirklich zielführend war? Wer weiß. Was blieb, war eine Frage, die ich mir gestellt habe... und auch  das ungute Gefühl, bei all dem, was ich da so ausprobiere, um den Kern der Sache herum zu schreiben. 

 

Um in der unfassbar vielfältigen Online-Welt wahrgenommen zu werden, werden gerade Strategien und Systeme zuhauf angeboten. Manche sind gut, einige exzellent - und manche sind, offen gestanden, allein aufgrund der Präsentation schon eine Zumutung. Ich möchte betonen:  Das ist meine Wahrnehmung, mein ganz persönlicher Eindruck also. Und ja, ich habe mich ausführlich damit befasst. Als ich jedoch (als Teilnehmerin) zum ersten Mal schon nach fünf Minuten Webinar das Gefühl hatte, man könnte die Zeit zwischen Minute sechs und dem "unschlagbaren Angebot", das spätestens ab Minute 45 ausgebreitet wird, jetzt auch deutlich besser nutzen, wusste ich: Das ist nicht meins.

 

Worte, die berühren

Und ich will nun malkeine Texte schreiben, in denen ein Bedürfnis geweckt oder aufgedeckt wird, das nur mit meiner Unterstützung zu lösen ist. In denen ich sage, warum just ich diejenige bin, die die Herausforderung meines Gegenübers am besten lösen kann... (selbst wenn's so ist ;-) - ich möchte, dass "meine" Worte berühren. Weil ich oft genug  das Gefühl habe, dass die Worte gar nicht mir gehören, sondern mir gegeben werden. Damit sich etwas in meinem Leser, meiner Leserin - in dir ! - davon angesprochen fühlt. Und dies allein schafft jene Verbindung, die mir am Herzen liegt. 

 

Ich möchte grad keinen Funnel, keine Video-Serie und auch nicht die soundsovielte Auflage einer transformativen Online-Meditation. Selbst wenn ich aus eigener Erfahrung weiß, dass Meditation der Schlüssel zu einem gelingenden Leben ist, sie online funktionieren und eine großartige Energie entstehen kann. By the way: Kann. Wenn nicht die Stimme Assoziationen weckt, die wahlweise in die Kindheit (wie hieß noch gleich dieser kuschelige Außerirdische?) oder - und ja, auch das ist mir passiert - eine angeleitete Meditation über Telko (!) direkt in einen außerplanmäßigen Frühabendschlaf führt.

 

Selbst die Ähms und Öhms haben mich nur kurzzeitig vom Einschlafen abgehalten. Damit war zumindest klar: Ich gehörte nicht zu denen, für die dieses Angebot das Passende war. Die enthusiastische Mail am nächsten Tag allerdings, in der ich mit den Worten "Wow, das war ein toller Abend - was alles in diesem Raum entstanden ist" angesprochen wurde, hat mir gezeigt... all das ist nicht MEINS. Und mich nachhaltig erheitert. Manche Dinge erleben wir vielleicht nur, um von ihnen erzählen zu können.

 

 

Das Wesentliche erkennen

Darum geht es für mich: Impulse, Inspiration und Gedanken zu Papier oder eben in dieses Format bringen. Beobachtungen in Worte fassen. Und deutlich machen, dass viele Dinge einfacher sind, als wir sie in dieser komplexen Welt auf Anhieb für möglich halten. Einen neuen Blickwinkel ermöglichen. Meine Beobachtungsgabe, meine Wahrnehmungsfähigkeit, mein Gespür für Menschen und Worte - all das verbinden. Mit einem Augenzwinkern dazu, mit einer gewissen Portion Ironie, vor allem aber auch: mit Seele.

 

Wenn ich aus ihr heraus schreibe, dann entstehen auch Texte wie dieser. Die dann für sich allein stehen dürfen. 

 

 

Worte sind magisch - und voller Potenzial. Sie wollen uns berühren. Uns erinnern. 

An unseren Ursprung, unsere Verbundenheit, unsere Bestimmung.

 

Sie tragen in sich die Ermunterung, ihnen auf den Grund zu gehen und über sie hinaus ein inneres Verständnis zu entwickeln…

Für uns selbst. Und die Sehnsucht, die wir in uns tragen.

 

Worte erzeugen ins uns einen Klang. Sie berühren uns jenseits des Verstandes, ganz selbstverständlich im Herzen. So zumindest habe ich Worte schon immer wahrgenommen und genau deshalb "arbeite" ich so gerne mit ihnen. Es liegt viel mehr in ihnen, als auf den ersten Blick sichtbar ist.

 

Im bewussten Umgang mit Worten liegt tiefe Inspiration. Wer seinen Worten nachspürt, sie hinterfragt und der eigenen Sprache auf den Grund geht, kann Facetten von sich neu oder vielleicht auch zum ersten Mal entdecken. Worte sind unser Ausdruck – und manche Geschichte, die wir über uns selbst erzählen (oder die uns andere Menschen zuschreiben) hat nur bedingt mit dem zu tun, was uns im Innersten ausmacht. Worte eröffnen uns den Zugang zu uns selbst.

 

Für jeden von uns gibt es den Zeitpunkt, an dem die Seele danach drängt, zu sagen, wer wir wirklich sind. Das ins Leben zu bringen, was uns dem Wesen nach ausmacht: unseren einzigartigen Kern, unsere Essenz – und dem auf die Spur zu kommen, weshalb wir wirklich hier sind. Denn jeder von uns trägt etwas in die Welt, was einzigartig ist.

 

Und wer sich dessen bewusster wird, es auszudrücken und damit in seinem eigenen Leben tatsächlich er-scheint, vermag, entdeckt auch Schritt für Schritt den magischen Raum, in dem alles längst „da“ ist“. Die ursprüngliche Kraft der Worte kann unsere Seele berühren. In dieser Schwingung öffnet sich etwas und hilft uns mit inneren Bildern, Gefühlen auf die Sprünge.

 

Der Weg zu uns selbst beginnt oft mit einem An-Klang… Worte können der Wegweiser sein, uns begleiten und zur Seite stehen, wenn wir Orientierung und Klarheit suchen, Mut fassen oder einfach wir selbst sein wollen. Worte berühren das Ewige in uns.

Das stets seinen eigenen Ausdruck sucht. 

Raus aus dem Trubel: Die Kraft der Stille spüren

 

Innehalten.

Spüren, was ist.

Einfach so. Ohne Bewertung.

Stille erlauben. 

Einfach sein. 

 

Abstand nehmen von dem, was um uns herum Lärm erzeugt – und von dem, was in unseren Gedanken so alles "passiert", uns in Bewegung hält und was mit „Gedankenlärm“ manchmal noch ziemlich milde beschrieben ist.

 

Stille bewahrt unser Tun davor, trivial zu werden. Gerade jetzt, zu Beginn des neuen Jahres ist es mehr als nützlich, sich selbst auszurichten, aus dem Inneren Kraft zuschöpfen - und souverän die Weichen zu stellen. Durch achtsames Sein bringen wir unsere Aufmerksamkeit, unseren Fokus in den jeweiligen Moment, ins JETZT. Mit all seiner Kraft, mit allen Möglichkeiten. An den Punkt, wo das Leben IST.

 

Das klingt leichter gesagt als getan? 

Vielmehr ist es eine Frage der Absicht. Denn häufig genug machen wir bewusst Lärm, weil wir uns vor der Stille fürchten…

 

Dabei sind unser inneres Erleben und seine Dimensionen intensiver und umfassender als alles, was uns das Äußere geben könnte.

 

Um ein Gefühl für die Kraft und Energie der Stille zu bekommen, möchte ich dir eine wunderbare Übung ans Herz legen.

 

 

In 5 Schritten die Kraft der Stille spüren

 

1. Suche dir einen Platz, an dem du ungestört bist und dich frei fühlst,

ein bisschen „Lärm“ zu machen (oder zumindest ein paar Geräusche von dir zu geben).

 

2. Schließe nun deine Augen und konzentriere dich auf deine Mitte, deinen Brustraum.

Atme entspannt ein und aus, und stelle dir dabei eine flackernde Flamme, ein wärmendes Licht 

dort vor, wo dein Herz schlägt.

 

3. Intoniere einen einsilbigen Ton, so wie Ma, Ah oder auch Aum (Om).

Beginne leise und sanft und steigere ganz langsam die Lautstärke. Atme dabei tief,

so dass du den Ton möglichst lange halten kannst. Mache  dies so lange, bis du dich vollständig

von dem Ton ausgefüllt und umgeben fühlst. So lange, bis du den Ton gar nicht mehr bewusst erzeugst,

sondern er einfach auch dir herauskommt.

 

4. Und dann halte inne.

 

5. Lass deine Augen geschlossen und spüre die Energie der Stille, die diesem Ton folgt.

Es gibt nichts weiter zu tun, als zu spüren. Lass dich einfach von der Stille umhüllen…

Und wenn du soweit bist, öffne die Augen.

 

 

Stille öffnet für die Schönheit dessen, was uns umgibt, und für das Verstehen.

Sie schenkt uns einen ganz besonderen Raum, der uns ganz allein gehört. Und in dem viel mehr liegt,

als sich in Worte fassen und vermitteln lässt. Du wirst es erleben, wenn du dich dir selbst zuwendest. 

 

In der Stille findest du den Zugang zu deiner inneren Stimme, zu deinem ureigenen Wegweiser und Wissen.

Und es lohnt sich, dir diesen Raum zu geben!

 

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